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Ehemalige Buchvorstellung
"Das geheimnisvolle Licht im Spukhaus" von Birgit Müller

  

  

  

"Das geheimnisvolle Licht
im Spukhaus"
Kinderbuch
mit Aktionsseiten
von Birgit Müller

Taschenbuch,
Format 12x19cm,
76 Seiten
ISBN 978-3-939883-07-4
Preis: 9,90 €

Buchillustrationen:
Dennis Bienert
Fotos/
pädagogische Betreuung der Aktionseiten:
Christine Bienert

 

     

  

Inhalt:
Eine alte, leerstehende Villa ist den Kindern im Dorf nicht ganz geheuer. Seit vielen Jahren wird sie das Spukhaus genannt und merkwürdige Geschichten werden darüber erzählt. Auch die ängstliche Laura glaubt, Gespenster würden dort ihr Unwesen treiben. Ihre beiden Freunde Charlotta und Max halten dies jedoch für Unsinn. Nachdem aber sogar Charlottas großer Bruder Jonas von einem wandernden Licht in der Villa erzählt, beschließen Charlotta und Max der Sache auf den Grund zu gehen ...

Nicht nur das Lesen der spannenden Geschichte macht Spaß, durch die Aktionsseiten mit Rezepten, Bastelanleitung und Wissenswertem können die jungen Leser zusätzlich aktiv werden. 

  

Birgit Müller wurde 1966 geboren und wohnt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Hessen. Schon als Kind war sie von Büchern fasziniert. Sobald sie lesen konnte, verschlang sie eines nach dem anderen. Auch das Schreiben machte ihr im jungen Alter bereits Spaß. Sie überraschte ihre Eltern und andere Familienmitglieder mit selbst verfassten Gedichten an Geburtstagen oder zu Weihnachten.
Nach der Geburt ihrer Tochter im Jahr 2000 entdeckte sie erneut ihre Liebe zum Schreiben – dieses Mal waren es Geschichten für Kinder. Die ersten Veröffentlichungen folgten im Jahr 2005.

bullet_greenfire.gif Medienstimmen, u.a.:
HNA (Hessisch-Niedersächsische Allgemeine), 27.8.2007

Textauszug

1. Endlich Ferien!

Es war ein heißer Sommertag. Charlotta saß mit Max und Laura unter dem großen Walnussbaum im Garten ihrer Familie. Die Freunde kannten sich bereits aus dem Kindergarten. Also schon ziemlich lange, denn mittlerweile waren sie neun Jahre alt und gingen zusammen zur Schule. Die Drei waren ein Team, obgleich sie recht unterschiedlich waren. Manchmal stritten sie sich. Doch das störte ihre Freundschaft nicht, weil sie sich jedes Mal wieder vertragen konnten. Brauchte einer von ihnen Hilfe, hielten sie immer „dicke“ zusammen.
Charlotta war sozusagen der Boss der Truppe. Sie war neugierig, sprudelte ständig voller Ideen und organisierte etliche ihrer erlebnisreichen Nachmittage. Waghalsig, wie sie sich oftmals verhielt, erschien sie beinahe wie ein Junge. In diesen Momenten ließen lediglich ihre langen blonden Haare erkennen, dass sie ein Mädchen war.
Laura dagegen war ängstlich und sehr vorsichtig. Über Charlottas übermütige Ideen dachte sie lieber länger nach. Schon mehrfach hatte sie ihre Freunde von riskanten Abenteuern abbringen können. Denn im Argumentieren war sie nicht übel. Max war der gelassene Typ. Ihn konnte so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Nur das Gekichere und Getuschel seiner Freundinnen brachte ihn zeitweise zum Wahnsinn. Doch ohne Laura und Charlotta fehlte ihm etwas. Deswegen freute er sich jedes Mal auf ihre gemeinsamen Treffen.
Seit zwei Stunden hatten sie heute Sommerferien. Da war die Stimmung besonders gut. Viele Wochen hatten sie sehnsüchtig auf diesen Zeitpunkt gewartet. Endlich konnten sie den ganzen Tag unternehmen, was sie wollten. Gut gelaunt beratschlagten Charlotta, Laura und Max, wie sie ihren ersten freien Nachmittag verbringen könnten.
„Wie wär’s, wenn wir auf der Straße Hickelkästchen spielen?“, fragte Laura in die Runde.
„Ach nee, viel zu langweilig“, antwortete Max und runzelte seine Stirn.
Er hatte keine Lust, bei solchem Mädchenkram mitzumachen.
„Wir könnten bei dir am Computer spielen“, schlug er vor und schaute zu Charlotta hinüber.
Seine Freundin schüttelte verständnislos ihren Kopf.
„Typisch Max! Bei dem schönen Wetter drinnen spielen wollen. Meine Mutter hielte uns sicherlich für verrückt. Und außerdem, ich finde es herrlich hier draußen in der Sonne.“
Laura gefiel Max Idee genauso wenig. Sie nickte ihrer Freundin zu. Als Max in die ablehnenden Gesichter der Mädchen blickte, entgegnete er: „Ist ja schon gut. Macht ihr doch einen besseren Vorschlag.“
Charlotta hatte die rettende Idee: „Wir gehen runter zum Bach.“
Volltreffer! Max und Laura waren begeistert. Schon einige Male hatten sie aufregende Stunden am Wasser beim Wald verbracht. Sie sagten Charlottas Mutter, Frau Schneider, Bescheid, nahmen sich Verpflegung mit und los ging’s. Unterwegs fiel Laura plötzlich ein: „Müssen wir auf dem Weg zum Bach nicht am Spukhaus vorbei?“ Sie wickelte verlegen einen ihrer langen braunen Zöpfe um den Zeigefinger.
Charlotta grinste. Sie wusste genau, worauf ihre Freundin hinaus wollte.
„Natürlich! Deswegen müssen wir vor der Dunkelheit zurück sein, sonst holen uns die Gespenster. Huibuh!“
Sie machte eine Fratze und fuchtelte wild mit den Armen um Laura herum.
„Du bist gemein. Ich kann doch nichts dafür, dass ich solche Angst habe. Die ist einfach da“, verteidigte sich Laura.
Ausgerechnet ihre beste Freundin machte sich über sie lustig. Das gefiel ihr gar nicht.
„Mensch, Laura! Selbst, wenn es dunkle Nacht wäre, würden wir keinem Gespenst begegnen. Es gibt keine, das weiß doch jedes Kind“, versuchte Charlotta die ängstliche Laura zu beruhigen.
Um sie milde zu stimmen, hakte sie sich bei ihr ein und zerrte sie lachend hinter sich her.
„Weiber!“, brummte Max, der dem Gespräch bisher schweigend gelauscht hatte, und zog seine Augenbrauen hoch.
Immer diese Zickerei! Erst stritten sie sich. Dann war von einer auf die andere Minute alles wieder in Ordnung und die Mädchen waren die besten Freundinnen. Das sollte einer verstehen!?
Als sie zur Straße kamen, in der das Spukhaus stand, bekam Laura erneut dieses mulmige Gefühl. Sie war einfach nicht so furchtlos wie ihre Freunde  ...

   

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