"Die
Suppenlative" von
Katharina Storck Taschenbuch
Format 12x19cm, 64 Seiten Preis: 8,50 € ISBN
978-3-939883-12-8
Buchumschlag-Gestaltung/Foto Christine
Bienert Illustrationen: Eva
Haberkern
Inhalt: Tauchen Sie in die Welt der Suppe ein. Hier finden Sie eine
große Auswahl an Suppen für jeden Anlass. Egal, ob für zwischendurch oder als
leckere Vorspeise, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Gewürzt wird der
"Buch-Eintopf" mit kleinen lustigen Geschichten und Gedichten, die
unter Zugabe einiger "wissenswerter Zutaten" auf kleiner Flamme
gegart und liebevoll serviert werden. Guten Appetit!
Die Suppenlative
oder wie man
zum Suppenkaspar wird
Als anerkannte Persönlichkeit hat man mitunter auch Aufgaben
zu übernehmen, welchen man nicht sehr zugetan ist. Genau genommen ist man
jahrelang mit nichts anderem beschäftigt; eine Ansprache hier, eine Stehparty
dort, die wichtigen Leute kennen lernen, wobei streng abgewogen werden muss,
wer nun eigentlich wichtig ist. Eine Suppe macht noch kein Menü. Erst wenn die
B-Vitamine auf viele Speisekarten verteilt sind, wird sich die Nebelsuppe etwas
lichten und Sie können getrost den einen oder anderen Termin ablehnen. Ich bin begehrt. Meine Meinung zählt. Ich habe es vom
Eintopf zur vornehmen Consommé gebracht. Jetzt wird mir dies schriftlich
bestätigt. Ich bin ein Auserwählter! Als einer von fünf Juroren, und dafür wird
nur die Creme de la creme geladen, bin ich auserkoren mitzubestimmen, wer im
nächsten Jahr die Schärpe des „Suppengirls“ tragen darf, passend zur goldenen
Kelle und einem nicht unerheblichen Preisgeld. Die Vorauswahl ist schnell erledigt. Wissen Sie, ich
bin ja auch nicht auf der Wassersuppe daher geschwommen, nein, von Frauen
verstehe ich etwas, das können Sie mir glauben. Das Suppengirl wird ein Jahr lang unsere heimischen Suppen
repräsentieren, es muss Ausstrahlung haben, Sinnlichkeit. Der Stapel Fotos
dezimiert sich schnell, nachdem die wässrigen Brotsuppendamen im Müll entsorgt
werden. Was wir brauchen, ist eine Lady von robuster Schönheit,
eine Gulaschkanone, jawoll! Wir Juroren – natürlich alle fünf männlichen Geschlechts,
denn eine Frau würde die Sache nur unnötig verkomplizieren – sind uns schnell
einig. Es bleiben fünf potenzielle Suppengirls übrig, die
sich nun im Wettkampf gegeneinander behaupten müssen. Mein Favorit ist Daniela,
sie ist … wie kann ich sie beschreiben? Sexy, weiblich, ihr Lächeln … wie soll
ich sagen? Sie ist die Suppenlative schlechthin! Meiner Meinung nach kann ihr niemand die Suppe
reichen. Vanessa kann man durchaus eine gewisse Schönheit nicht absprechen,
aber irgendetwas fehlt. Marlene ist für meine Begriffe zu arrogant, Annabelle
wäre zwingend für Spargelsuppe geeignet, aber zu deftigerem fehlt ihr einfach
das Suppengrün. Und Gabriela fällt unter die Gattung Suppenhuhn. Mehr brauche
ich nicht zu sagen. Ich finde die Idee vortrefflich, dass wir alle im gleichen
Hotel untergebracht sind. Nach der Wahl wird es ein rauschendes Fest geben ...